OEKO-TEX® STANDARD 100: Geprüft bis ins Detail.

Was an die Haut kommt, darf genau geprüft werden.

Ein Bekleidungsstück besteht nicht nur aus Stoff. Da sind Nähgarne, Etiketten, Knöpfe, Reißverschlüsse und weitere Bestandteile.
Genau deshalb schaut der OEKO-TEX® STANDARD 100 nicht nur auf das Hauptmaterial. Bei einem zertifizierten Artikel werden sämtliche Bestandteile nach den Vorgaben des Standards auf Schadstoffe geprüft.
Bei TOM FYFE findest Du entsprechend zertifizierte Produkte.
Nicht einfach „schadstofffrei“. Sondern nach klar definierten Kriterien geprüft.

Was wird eigentlich geprüft?

Ziemlich viel.
Für den OEKO-TEX® STANDARD 100 werden zertifizierte Artikel im Labor auf eine umfangreiche Liste von über 1.000 relevanten Schadstoffen untersucht. Dabei berücksichtigt OEKO-TEX sowohl gesetzlich regulierte als auch weitere Substanzen, für die der Standard eigene Grenzwerte festlegt.
Dazu zählen je nach Material und Produkt beispielsweise Prüfungen auf bestimmte:

  • Farbstoffe
  • Schwermetalle
  • Formaldehyd
  • Pestizide
  • weitere im Standard definierte chemische Substanzen

Die konkreten Anforderungen und Grenzwerte sind im STANDARD 100 festgelegt.
Mehr als ein Häkchen auf einer Liste. Ein ziemlich genauer Blick aufs Produkt.

Nicht nur der Stoff zählt.

Das ist einer der Punkte, die wir am STANDARD 100 besonders spannend finden. Bei einem zertifizierten Kleidungsstück wird nicht einfach ein Stück Stoff getestet und der Rest ignoriert. Berücksichtigt werden sämtliche Bestandteile des zertifizierten Artikels, zum Beispiel: Stoff. Nähgarn. Knöpfe. Reißverschlüsse. Etiketten. Zubehör.

OEKO-TEX beschreibt das selbst ziemlich eindeutig: Jeder Faden, jeder Knopf und jedes Accessoire eines zertifizierten Artikels muss die entsprechenden Anforderungen erfüllen. 

Ein kleines Detail?
Vielleicht.
Aber genau aus solchen Details besteht am Ende ein gutes Kleidungsstück.

Je näher an der Haut, desto strenger die Anforderungen.

Der Standard unterscheidet vier Produktklassen. Entscheidend ist dabei unter anderem, wie intensiv ein Produkt mit der Haut in Kontakt kommt. Je intensiver der Hautkontakt und je empfindlicher die vorgesehene Nutzergruppe, desto strenger sind die Anforderungen und Grenzwerte.

Die vier Klassen sind:

  • Produktklasse 1: Produkte für Babys und Kleinkinder
  • Produktklasse 2: Produkte mit direktem Hautkontakt, beispielsweise Unterwäsche
  • Produktklasse 3: Produkte ohne direkten Hautkontakt, beispielsweise Jacken
  • Produktklasse 4: textile Ausstattungsmaterialien wie Vorhänge

Für Bekleidung, die direkt auf der Haut getragen wird, gelten damit andere Anforderungen als für einen Dekostoff.
Macht Sinn. Finden wir auch.

Und was bedeutet das beim Färben?

Hier wird es für uns besonders interessant.
Denn hinter TOM FYFE steckt die textile Erfahrung der TVU-Gruppe. In Leutershausen beschäftigen wir uns seit Jahrzehnten mit Garnen, Farben und Textilveredlung.
Wir wissen deshalb aus der Praxis: Die Farbe eines Textils erscheint am Ende ganz selbstverständlich. Der Weg dorthin ist es nicht.
Farbstoffe, Hilfsmittel, Waschprozesse, Temperaturen und Rezepturen müssen aufeinander abgestimmt werden. Welche Stoffe dabei eingesetzt werden dürfen und welche Grenzwerte am fertigen Produkt eingehalten werden müssen, ist genau die Art von Frage, die Standards wie OEKO-TEX® konkret machen.
Farbe soll gut aussehen. Die Anforderungen dahinter dürfen ruhig genauso stimmen.

Auch Farbechtheit ist kein nebensächliches Detail.

Ein Shirt soll seine Farbe möglichst dort behalten, wo sie hingehört.
Deshalb enthält der STANDARD 100 neben chemischen Grenzwerten auch Anforderungen an bestimmte Farbechtheiten. Dazu gehören je nach Produktklasse beispielsweise Wasser-, Schweiß- und Reibechtheit. 

Das klingt technisch.
Im Alltag ist es ziemlich einfach:
Du möchtest Dein Shirt tragen. Nicht seine Farbe auf anderen Textilien.

Ein Standard, der nicht stehen bleibt.

Chemikalienrecht, wissenschaftliche Erkenntnisse und Prüfmethoden entwickeln sich weiter.
Deshalb überprüft OEKO-TEX die Anforderungen des STANDARD 100 regelmäßig. Die Schadstoffgrenzwerte werden laut OEKO-TEX mindestens einmal jährlich überprüft und aktualisiert. 

Das ist ein wichtiger Unterschied zu einer einmaligen Aussage wie:
„Das wurde irgendwann einmal geprüft.“
Ein Standard muss mitlernen.

Was sagt das Label – und was nicht?

Uns ist wichtig, hier genau zu bleiben.
OEKO-TEX® STANDARD 100 ist ein Produktlabel für schadstoffgeprüfte Textilien. Es macht eine konkrete Aussage über die Prüfung des zertifizierten Artikels nach den Kriterien des Standards. 

Es bedeutet nicht automatisch:
„nachhaltig“,
„umweltfreundlich“,
„chemikalienfrei“
oder „fair produziert“.
Für Themen wie Produktionsbedingungen, Umweltmanagement oder Rückverfolgbarkeit gibt es bei OEKO-TEX andere Systeme – beispielsweise MADE IN GREEN und STeP.

Das gefällt uns.
Ein Standard muss nicht alles versprechen. Er sollte klar sagen, wofür er steht.

Du willst es genau wissen? Prüf das Label.

Ein Zertifikat muss keine Blackbox sein. Über den OEKO-TEX® Label Check kannst Du die auf einem Produkt angegebene Zertifikats- bzw. Labelnummer selbst überprüfen. 

So kannst Du nachvollziehen, ob das angegebene Label gültig ist.
Nicht einfach glauben. Nachschauen.

Warum wir STANDARD 100 bei TOM FYFE zeigen.

Weil Merinowolle allein noch nicht das fertige Kleidungsstück ist.
Zwischen Faser und Shirt liegen viele Schritte, Materialien und Entscheidungen. Und wenn wir über Qualität sprechen, gehören für uns auch solche Details dazu.

Häufige Fragen

Was bedeutet OEKO-TEX® Standard 100 konkret?

Ein Produkt mit diesem Label wurde auf eine lange Liste an Schadstoffen geprüft – vom Garn bis zu kleinen Accessoires.

Gilt das Zertifikat für alle Farben und Größen?

Ja, das Label bezieht sich auf das geprüfte Produkt inklusive aller Bestandteile.

Ist die Kleidung für empfindliche Haut geeignet?

Ja. Viele Kundinnen und Kunden mit sensibler Haut berichten, dass sie sich darin wohlfühlen.

Wie pflege ich Merino richtig?

Schonwaschgang, wenig Schleudern, Wollwaschmittel, kein Weichspüler. Nach dem Waschen in Form ziehen und liegend trocknen.

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